ππ Zwischen Abschied, Erde und stiller Verantwortung ππ
π§πΎ Zurück im Sanctuary-Alltag – zwischen Matsch, Abschied & schwerer Erde πΎπ§
π Zurück nach zwei ruhigen Tagen
Nach zwei freien Tagen, an denen ich bewusst einfach mal nichts gemacht habe, ging es heute wieder hoch zum Sanctuary. Simon hat mich im Apartment abgeholt, und wir sind zunächst gemeinsam zu Katja und Heiko gefahren. Dort bin ich in den Duster gestiegen und allein nach Kleinschenk (CincΘor) zum Nissan gefahren, um das gesamte Futter und die Sachen umzupacken. Simon kam später nach.
π§ Zwischen Abschied, Sorge und schwerem Boden
Teo wird heute das Sanctuary bis Montag verlassen, sie fliegt nach Holland und nimmt dort mit Freunden an einem Retreat teil. Das bedeutet, dass Simon heute mit Teo tauscht und bis Montag auf dem Sanctuary bleibt.
Leider gibt es auch schwierige Neuigkeiten – für alle, die den Salohea-Kanal nicht verfolgen: In den letzten Tagen ist bei Katja und Heiko sowie auf dem Sanctuary sehr viel passiert. Die Welpen von Juwel, die noch gesäugt werden, haben Parvo bekommen. Sie sind seit vier Tagen einigermaßen stabil, was heißt: weiter Daumen drücken und positive Energie schicken.
Zusätzlich ist seit drei Tagen ein Kater von Katja und Heiko verschwunden und bislang nicht zurückgekehrt.
Und dann ist es leider zu einem sehr schweren Vorfall gekommen: Die Ziegen sind aus ihrem Gehege ausgebrochen, was in letzter Zeit zwar schon öfter passiert ist, diesmal jedoch eskaliert ist. Es kam zu einer Hundehetze, bei der von sieben Ziegen fünf getötet wurden.
πͺ Matsch, Spurrillen und Grenzen
Dazu kommt das Tauwetter der letzten Tage. Der Weg hoch zum Sanctuary und auch das Gelände selbst sind pures Matschchaos mit tiefen Wasserpfützen. Nachdem ich den Nissan beladen hatte, bin ich hochgefahren und habe den Eingangshügel noch gut geschafft. Bei Giant und bei Lazar habe ich jeweils zwei Beutel Trockenfutter gelassen.
Als ich weiter zu Yvette fahren wollte, war jedoch Schluss. Der Nissan rutschte direkt in die alten Traktorspurrillen, und ich hatte kaum noch Kontrolle. Mit viel Vor- und Zurückfahren konnte ich mich zwar befreien, aber auch der zweite und dritte Versuch endeten sofort wieder in den Spuren. Mehr ging einfach nicht.
π Planänderung & schweres Buddeln
Ich bin dann hoch zur Jurte gegangen, um die Schubkarre zu holen, und habe dort Teo getroffen. Gemeinsam haben wir besprochen, wie wir weiter vorgehen. Da Simon später mit dem Samurai kommen würde, beschlossen wir, das Futter vorerst im Nissan zu lassen und den Supply später mit dem Samurai zu machen – das ist aktuell einfach das bessere Fahrzeug.
Teo hatte das Heu für alle Pferde bereits allein gemacht und fragte mich, ob ich beginnen könnte, ein Grab für die getöteten Ziegen auszuheben. Da ich mit dem Spaten grundsätzlich gut klarkomme (meine GaLaBau-Kollegen würden das bestätigen π), habe ich zugesagt.
Sie zeigte mir die Stelle, und ich suchte einen passenden Platz für das Gemeinschaftsgrab. Die Grasnarbe ließ sich noch gut entfernen, doch darunter wurde es extrem hart. Der Boden war nicht mehr gefroren, aber so fest, dass ich kaum eindringen konnte. Wenn ich Erde lösen konnte, blieb sie schwer und klebrig am Spaten hängen.
Nach rund zwei bis zweieinhalb Stunden harter Arbeit war das Loch schließlich hüfttief fertig. Das war heute meine Grenze – morgen werden wir die Ziegen dort zur Ruhe legen.
π Samurai zurück – aber nicht für den Nissan
Danach bin ich nach Rohrbach (Rodbav) zu Markus gefahren, um die geladene Batterie für den Samurai abzuholen. Zurück angekommen wartete Simon bereits, baute die Batterie ein und startete den Samurai. Vom Klang her lief der Motor ruhig und stabil – ganz anders als früher.
Simon fuhr anschließend mit dem Samurai voraus zum Sanctuary, ich folgte mit dem Nissan. Den ersten Hügel nahm Simon mühelos. Beim Nissan war wieder Schluss: Die Räder drehten durch. Mit einem kleinen Umweg und neuem Grip habe ich es noch geschafft, aber ab morgen bleibt der Nissan vor der Brücke stehen. Der Supply wird dann konsequent mit dem Samurai erledigt – alles andere ergibt aktuell keinen Sinn mehr.
π Abschied & Erschöpfung
Oben angekommen fuhr Simon zur Jurte, ich wartete unten im Gartenbereich auf Teo. Nachdem sie ihre Sachen in den Nissan geladen und Simon eine kurze Übergabe gemacht hatte, sind wir gemeinsam zurück zur Straße nach Kleinschenk gefahren und anschließend ins Apartment.
Ich bin nach dem vielen Buddeln heute komplett platt und müde. Jetzt heißt es: schlafen.
β¨ Manche Tage hinterlassen Spuren – im Boden, im Körper und im Herzen. Und genau diese Tage zeigen, warum man trotzdem wiederkommt.
Egbert
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